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Die moderne Marktwirtschaft

Marktwirtschaft ist sozial, besonders in Deutschland. Dessen rühmt sich die Bundesrepublik auch, doch wissen leider immer noch die wenigsten Menschen was genau eine Marktwirtschaft überhaupt ist.

Die Bedürfnisse des Marktes erkennen und befriedigen

Mit diesem einfachen Satz lässt sich das Prinzip der Marktwirtschaft, die früher auch als Verkehrswirtschaft benannt wurde, bereits erklären. Die Wirtschaft eines Wirtschaftsraumes fußt hier alleine auf den Bedürfnissen des Marktes sowie der Wirtschaftlichkeit desselben. Im Rahmen der Marktwirschaft reagiert die gesamte Wirtschaft lediglich auf die Bedürfnisse und Erfordernisse des Marktes, wodurch sie quasi zu einer sich selbst regulierenden Wirtschaftsform wird.

Es gibt verschiedene Formen von Marktwirtschaft, die mal mehr, mal weniger Rücksicht auf den Einzelnen nehmen.

Es gibt verschiedene Formen von Marktwirtschaft, die mal mehr, mal weniger Rücksicht auf den Einzelnen nehmen.

Die gesamte Produktion, sowie die Verwendung dieser, wird dezentral entschieden, eine zentrale Organisation der gesamten Produktion erfolgt nicht. Viele verschiedenen – zum größten Teil private – Unternehmen konkurrieren hierbei miteinander, wodurch ein stetiger Konkurrenzkampf und -druck ermöglicht wird. Nur durch diese Situation lässt sich die Volkswirtschaft zu einem effektiven Wirtschaftsraum ausbauen, wodurch ein ökonomisches Modell erst ermöglicht wird.

Die verschiedenen Formen der Marktwirtschaft

Die soziale Marktwirtschaft, die auch in der Bundesrepublik angewandt wird, ist von Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard formuliert worden. Ziel war es, die hohe wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Marktwirtschaft mit einer gleichzeitigen hohen Güterversorung für die gesamte Bevölkerung zu kombinieren. Das Ziel dieser Wirtschaftsform ist also eine Ökonomie, in der der Einzelne möglichst gut versorgt ist, die allerdings dennoch eine effektive Wirtschaft erlaubt. Daher greift der Staat hier durchaus in die Wirtschaftskreisläufe ein, ohne jedoch zu einem alles bestimmenden Moloch zu werden. Grundgedanke dieser Form der Marktwirschaft ist quasi die gleichmäßige Verteilung von Gerechtigkeit, Freiheit sowie wirtschaftlichem Erfolg und Wachstum.

Die freie Marktwirtschaft ist die freieste Form der Ökonomie. Fünf Punkte müssen nach George Nikolaus Halm erfüllt werden, um so bezeichnet werden zu können:

  • Produktionsfaktoren müssen privat besessen und gesteuert werden,
  • Einkommen dürfen nur durch Dienstleistungen und Gewinne privater Unternehmen erzeugt werden,
  • es darf keine Planwirtschaft bestehen,
  • es darf weder staatliche Kontrolle noch Regulierung des Marktes bestehen,
  • die Marktteilnehmer müssen eine vollständig freie Wahl über Konsum, Berufstätigkeit, Sparen und Investieren im Rahmen des Marktes haben.

Dadurch wird ein großes, vollkommen freies Ringen um wirtschaftlichen Erfolg ermöglicht, der jedoch auch Nachteile hat, nämlich dann, wenn die Versorgung der Armen nicht mehr garantiert ist.

Die sozialistische Marktwirtschaft zeichnet sich vor allem durch das Prinzip der Planung des Marktes aus. Zwar wird dezentral geplant, jedoch sind die Produktionsmittel dennoch Gemeineigentum, kein Privateigentum. Hierin unterscheidet sie sich also fundamental von anderen Formen der Marktwirtschaft, sie ist weit mehr in der Art des Sozialismus, als gelenkte Ökonomie, konzipiert.