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Unsere Volkswirtschaft

Volkswirtschaft ist die Summe aller in einem Staat (oder Staatenverbund) und der darin aktiv beschäftigten Unternehmen, Haushalte und einer mehr oder weniger starken Beteiligung des Staates selbst. Alle sind miteinander verbunden, bedingen sich, sind quasi voneinander abhängig. Unter “Volkswirtschaft” versteht man somit alle Einrichtungen und Maßnahmen, mit denen eine Gesellschaft Güter für Unternehmen und zur Bedürfnisbefriedigung der Bevölkerung produziert und damit handelt.

Dieser “Wirtschaftskreislauf” zwischen Arbeit und Entlohnung, Konsumausgaben, Güter, Dienste, Kapital und Banken zeigt Angebot und Nachfrage auf. Den Gesamtwert aller Güter, Waren und Dienste bezeichnet man als “BIP” – Bruttoinlandsprodukt. Dieser Faktor misst das erwirtschaftete Gut innerhalb eines Jahres. Deutschland ist europaweit die größte und weltweit die viertgrößte Volkswirtschaft. 2012 betrug das BIP rund 2,64 Billionen Euro.

Besonderheiten unserer Volkswirtschaft

Der Begriff Volkswirtschaft umfasst alle Güter, Waren und Dienste und berechnet damit das "BIP".

Der Begriff Volkswirtschaft umfasst alle Güter, Waren und Dienste und berechnet damit das “BIP”.

Bei einer Volkswirtschaft gelten die Regeln der Marktwirtschaft, welche dabei im Hintergrund steht.
Das Besondere an unserer deutschen Marktwirtschaft ist eine “soziale Marktwirtschaft”, im Gegensatz zur “freien Marktwirtschaft”, wie z.B. in den USA. Dort wird zwar jedem Einzelnen von Seiten des Staates Selbstverantwortung und Handlungsfreiheit gewährt, der Bürger hat somit uneingeschränktes Recht auf Eigentum. Der Staat selbst greift aber nicht in die Wirtschaft ein, sondern garantiert die bestehende Ordnung.

Auch die skandinavischen Länder haben eine soziale Marktwirtschaft, in der, wie in Deutschland, die soziale Komponente gegeben ist, welche bestimmten Gesichtspunkten zur sozialen Absicherung entsprechen, wie z.B. leistungsgerechter Lohn (Tarifabschlüsse), Qualifizierungs- und Bildungsangebote seitens des Arbeitgebers, staatliche Unterstützung bei Arbeitslosigkeit, Sicherung der Grundversorgung bedürftiger Menschen, usw.

Die deutsche Wirtschaft ist abhängig von der Globalisierung und ist dementsprechend der Weltwirtschaft unterworfen. Die “Welt der Wirtschaft” unterliegt folgenden ökonomischen Einflüssen:

  • Mangel an Gütern und Leistungen einer Volkswirtschaft
  • Begrenztheit der Ressourcen und Produktionsfaktoren (auch Input), um Waren zu erstellen und Dienstleistungen zu erbringen
  • den Handlungen und Entschlüssen von Wirtschaftsunternehmen und Haushalten

 

Nachfrage- und Produktionsschwankungen wirken sich direkt auf die wirtschaftliche Geschäftslage eines Landes aus. Es kommt nicht nur zu Veränderungen der Auslastung der Produktion und deren Kapazität, sondern gesamtwirtschaftlich betrachtet im positiven Fall zu Wohlstand der Unternehmen und der Bevölkerung oder im Gegenzug zu Einsparungen bei den Ersteren und Entlassungen der Arbeitnehmer. Dieses Auf und Ab in der Ökonomie bezeichnet man als “Konjunktur”. Eine Konjunktur durchläuft nicht nur verschiedene Phasen, sie unterliegt auch den o.g. Schwankungen.

  1. Depression (Krise)
  2. Expansion (Aufschwung/Erholung)
  3. Boom (Hochkonjunktur)
  4. Rezession (Abschwung)

Wirtschaftskrise oder Wirtschaftswunder…?

Das volkswirtschaftliche System wird aus einem “Magischen Sechseck” mit wirtschaftspolitischen Zielen abgeleitet. Es ist die nachträgliche Ergänzung des “Magischen Vierecks”, welches ein stetiges Wirtschaftswachstum, ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht, einen hohen Beschäftigungsstand und Preisstabilität beinhaltet.

Nun kommen noch die beiden Ziele Umweltschutz (z.B. die Umstellung auf erneuerbare Energien) und sozialer Ausgleich, eine sozialverträgliche Einkommens- und Vermögensverteilung, dazu. Magisch ist es daher, weil es schwierig ist, alle Ziele gleichzeitig zu erreichen.

Für 2013 vermeldet das Deutsche Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin bisher eher ein zögerliches Wirtschaftswachstum. Die Unternehmen agieren vorsichtig und investieren kaum. Aber die Schwächephase der deutschen Wirtschaft sei nur von kurzer Dauer.
Das britische Wirtschaftsmagazin “The Economist” sieht Deutschlands Stärke im hoch spezialisierten und qualifizierten regionalen Mittelstand.

Mit einer Erholung der Weltwirtschaftslage kann mit einem Aufschwung gerechnet werden. Lohnsteigerungen kommen den privaten Haushalten zugute, die Umsätze steigen (Konsum) und helfen damit letztendlich der Volkswirtschaft auf die Beine. Vielleicht gibt es doch bald ein “Germany’s new Wirtschaftswunder”…